Meldung von Dienstag, 13. März 2012:

Forschungsprojekt Inklusion durch Schulverpflegung gestartet

Das bundesweit konzipierte Projekt "Inklusion durch Schulverpflegung" des WABE-Zentrums der Hochschule Osnabrück befasst sich mit den Auswirkungen von Speisevorschriften verschiedener Religionen auf das Angebot von Schulküchen und Möglichkeiten dies künftig systematisch umzusetzen. Das Projekt leistet - unterstützt durch einen externen Fachbeirat - einen Beitrag zur interkulturellen Verständigung und wird bis Ende 2012 von der Hochschule Osnabrück finanziell gefördert.


Ausgangssituation
Mit der steigenden Zahl von Ganztagsschulen in Deutschland steigt schulform-übergreifend der Bedarf für eine bundesweit im Ganztagsbetrieb vorgeschriebene warme Mittagsverpflegung für Schülerinnen und Schüler. Wenn Schüler religiös bedingt besondere Anforderungen an die Ernährung haben, bedeutet dies derzeit, dass sie nicht ohne Weiteres am gemeinsamen Essen mit ihren Mitschülern teilhaben können. Eine Anpassung des Angebotes - mit noch auszuarbeitenden Varianten - unterstützt die Inklusion von Schülerinnen und Schülern unterschiedlicher Glaubenszugehörigkeit.

Zielsetzung des Projektes
Im Projekt werden die Möglichkeiten der Integration von religiösen Speisevorschriften in die Schulverpflegung in Deutschland untersucht. Die praktische Umsetzbarkeit für Schulen ist Schwerpunkt des Vorhabens basierend auf wissenschaftliche Expertise unterschiedlicher Fachgebiete (Religion, Pädagogik, Ökotrophologie).

Umsetzung
Erforscht werden die Möglichkeiten der Integration unterschiedlicher religiöser Anforderungen in der Gemeinschaftsverpflegung, wofür zunächst die wesentlichen Grundlagen der fünf in Deutschland quantitativ bedeutendsten Religionen (Christentum, Islam, Judentum, Buddhismus und Hinduismus) hinsichtlich der Ernährungsvorschriften dargestellt werden. Die Ergebnisse werden in einem Leitfaden veröffentlicht, der Orientierung für an der Schulverpflegung Beteiligte bietet. Geplant ist hierzu eine Fachtagung Ende 2012.




Ansprechpartner
Projektleitung:
   Prof. Dr. Elisabeth Leicht-Eckardt (Hochschule Osnabrück)
   Thomas Nachtwey
Mitarbeiterin:
   Johanna-Elisabeth Giesenkamp (Hochschule Osnabrück)

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